Tag 45: Von Hatzenport auf das Maifeld

Nach der ersten Übernachtung im Freien (lest unten, was Moni dazu schreibt) ging es über 17 km und 430 Höhenmeter auf das Maifeld. Also endlich in die Nähe der Vulkaneifel.

Stationen waren nach Pfaffenheck erst Alken, die Moselquerung bei Löf und an der Mosel entlang nach Hatzenport. Dann der Aufstieg auf das Maifeld durch das „Schrumpftal“ nach Metternich und weiter nach Münstermaifeld.

Sehr früh auf dem Weg nach Alken

Burg Thurant in Alken. Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts waren die Erzbistümer von Köln und Trier gemeinsame Eigentümer der Anlage und ließen ihren jeweiligen Anteil von Burggrafen verwalten. Jede Hälfte besaß deshalb einen eigenen Bergfried, eigene Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie einen separaten Eingang.

Über diese Wanderwege gingen wir jeweils ein Stückchen

Blick auf Löf. Dort querten wir die Mosel hin zur Eifelseite

Hatzenport, von der Moselbrücke gesehen…

St. Johannes in Hatzenport

Making of St. Johannes

Fährturm in Hatzenport. Mit seinem (nicht mehr existierenden) Gegenüber durch ein Seil verbunden, an dem eine Gierfähre lief

Im „Schrumpftal“. Das Schrumpftal stellt die Verbindung von dem Moselort Hatzenport zu den Münstermaifelder Stadtteilen Metternich und Mörz im Eifeler Maifeld dar. Im Tal stehen 8 Mühlen.

Die Lohmühle am Ende des Schrumpftals bei Metternich

Auf dem Maifeld. Bis heute ist ungeklärt, wo der Name „Maifeld“ herkommt.

Wasserturm in Münstermaifeld

In Münstermaifeld.

Nachtrag zu Tag 44: Moni über unsere erste Nacht im Freien

Doppelbett im Freien

Die erste Nacht im Freien-
seit 30? Jahren
Ob es Zufall oder Absicht war, dass die Hütte geöffnet hatte- wer weiss? Wir waren auf jeden Fall sehr angetan, von der Möglichkeit bei Regen unterzukommen. Was aber nicht nötig war- es blieb trocken.
Die große Wiese um die beiden Hütten (Gemeinde-Grillhütte und Toilettenhäuschen) sollte unser Bett für die Nacht werden. Endlich kamen Plane, Isomatten und Schlafsäcke zum vollen Einsatz.
Abendbrot in der Hütte, Tee auf der Terrasse und dann kann das Abenteuer draußen losgehn.
Es ist noch nicht ganz dunkel, als wir uns hinlegen. Herbert meint noch wir würden wahrscheinlich „barbarisch frieren“ (wir haben beide unsre Klamotten vom Tag angelassen und Fleecejacken drüber gezogen), dann schnarcht er auch schon.
Ich aber liege mehr oder eher weniger bequem, dafür aber umso wacher auf meiner Luftmatratze und schau in den Himmel. Letzte Barockwolken in weiß, hellblau und rosa verziehen sich langsam in die zunehmende Dunkelheit. Kaum Wind, also wenig Geräusche. Ein Zilpzalp nervt mit seinem unmelodischen „huit huit“, ein Schwarm Krähen kehrt heim zum „Stammbaum“ und veranstaltet ein höllisches Begrüßungs-Spektakel. Ein Schuss fällt, ein Hund kläfft- weit weg. Dann Ruhe.
Fast fallen mir doch die Augen zu, als 3 kleine Fledermäuse direkt über uns ihr Flatterspiel zwischen den Bäumen starten. Ich bin sicher, dass eine der drei uns wahrgenommen hat, denn sie treibt ihre Flugkünste immer näher über uns hin- bis auf ca. 1m kommt sie heran, um gleich wieder hoch oben die beiden andern Flugkünstler/innen zu treffen und das Spiel von neuem zu spielen. Ich mach Herbert wach und wir schauen beide zu, bis es stockdunkel wird (Neumond) und wirklich nix mehr zu erkennen ist.
Dann fallen auch mir die Augen zu. Werde irgendwann von einem zweiten Schuss wach- Herbert auch- und er steht dann tatsächlich einfach auf uns n Tee zu kochen. Um halb 5 morgens!!! (dafür liebe ich ihn)
Ein neuer Tag wird begrüßt, die Knochen tun weh, habe nicht das Gefühl viel geschlafen zu haben, aber ich möchte diese Nacht trotzdem auf keinen Fall missen.

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