Tag 15: Eine runde Zahl – 250

Mit den 17 km der heutigen Etappe von Höhnstedt nach Wimmelburg haben wir die 250 km-Marke geknackt!

Wieder war es ein Wettlauf mit der heranziehenden Gewitterfront. Als das Grollen stärker wurde und die Regenfront heranzog, entschieden wir uns dazu, Eisleben schnell zu passieren und auf eine Ortsbegehung zu verzichten. Egal: Die ersten 250 km sind geschafft, lest unten, was Moni dazu schreibt…

Frühstückstisch in der „Pension am Kelterberg“ in Höhnstedt. Das Titelbild zeigt die Terasse auf der wir unseren Kaffe tranken.

Ein wenig Mosel-Feeling. Die Höhnstedter sind stolz auf ihren Wein

„Süßer See“ zwischen Höhnstedt und Eisleben

Der „Süße See“

Am Nordufer des Sees

In diesem Moment waren die 250 km geschafft!

(Moni) 250 km. Wandern. Ich.

Wenn mir das jemand vor ein paar Jahren prophezeit hätte- ich hätte es nicht geglaubt.

Heute haben wir dieses Etappenziel erreicht. Ohne Herbert keine Chance- und nicht nur wegen meiner miesen Orientierung. Herbert (wie zu erwarten war, vorzüglich vorbereitet) legt die Tagesstrecken fest, ermahnt mich genug zu trinken, fordert Pausen ein und bleibt immer wieder gerade dann zum Fotografieren stehen, wenn meine Füße nicht so recht weiter wollen. Meistens haben wir den gleichen Rhythmus, dasselbe Schritttempo, es tut gut im Einklang zu gehen. Manchmal gehen wir minutenlang wortlos, froh den Atem zum Atmen zu haben, „Strecke zu machen“ und auch unsren Zipperlein davon zu laufen.

Oder wir lauschen den unzähligen Vögeln. Wer (sieht und) hört schonmal zwei Zilpzalps im Baum zilpzalpen? Jeden Tag freuen wir uns, wenn unser „Begleit-Kuckuck“ ruft- vom ersten Tag an bis heute ist er dabei. (seine Freunde ebenso 😉 )

Es hat eine Weile gedauert sich einzulaufen, das Gewicht des Rucksacks zu vergessen, die Tagesform den zu bewältigenden Kilometern anzugleichen. (geht das überhaupt?)Jetzt, und auch schon seit einigen Tagen, haben wir beide das Gefühl „es zu schaffen“. Es läuft.

Die Blumen, die Bäume, die Schmetterlinge und Vögel, der Waldboden und die Wiesen, der Duft und die kreuzenden Käferchen und brummenden Brumseln geben schließlich alles, damit wir das Leben und diese Wanderung genießen.

Und am Abend die Dusche und eine gute Matratze.

Unser Zimmer im Gasthof zur Post in Wimmelburg

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