Tag 26: Durch den Schlierbachswald nach Ringgau

Das hatten wir uns einfacher vorgestellt. Aus den geplanten 18 km von Eschwege nach Ringgau wurden dann doch 22,5 km mit über 600 Höhenmetern. Aber das war noch nicht alles. Lest weiter hinten, was Moni dazu schreibt…

In diesem Ambiente übernachteten wir in der letzten Nacht

vis-à-vis vom Nikolai-Turm am Nikolaiplatz

Zunächst über die Höhen oberhalb des Schlierbachswald

Dann tauchten wir in diesen ein….

Moni über den Sturm im Schlierbachswald
Es weht und weht und weht immer stärker.
Schon von Weitem hören wir das Rauschen, wie es sich aufplustert, und seine Drohkulisse immer näher in die Buchen und Eichen treibt.
Die Bäume ächzen. Große Zweige biegen sich in alle Himmelsrichtungen, beugen sich runter auf unseren Weg.
Wir sind mitten im Sturm auf unsrem Weg nach Ringgau, mitten im Wald, und uns wird mulmig. Kleine und größere Äste brechen, stürzen auf die Unteren, landen auf dem Waldboden. Besser nicht nach oben schauen, was da kommen könnte. Lieber schnell weiter und durch. Einzelne Böen zerreißen unsre Worte. Es gibt keine Stille mehr, nur noch ab- und anschwellendes Brausen.
Plötzlich ein erbärmliches Fiepen und gleich danach ein Flattern, ein dumpfes Schlagen. Wir bleiben beide erschrocken stehen. Ganz nah, doch im Unterholz verborgen, spielt sich offensichtlich das Drama der natürlichen Auslese ab. Noch einmal hören wir den kleinen Schrei, wieder gefolgt vom dunklen Klopfen. Dann ist’s vorbei. Mit welcher Kreatur auch immer.
Wir beide Kreaturen aber sehen nun zu, daß wir schleunigst aus diesem „Splatter-Wald“ kommen.

Hier hat es jemanden aus den Schlappen gehauen

Blick auf Ringgau-Datterode

Evangelische Kirche

Im Ort

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