Alle Artikel von MonikaUndHerbert

Tag 43: Über Confluentes zur Schottel

Heute waren es statt der geplanten 15 km dann doch 23 km auf der Strecke über Confluentes zur Schottel. Wieder so ein ungewöhnlicher Beitragstitel. „Über Confluentes“ ist ja noch verständlich. Es geht über Koblenz weiter ud dort über den Rhein. Castellum apud Confluentes (deutsch „Kastell bei den Zusammenfließenden“) ist der lateinische Name für die römische Ansiedlung am Zusammenfluss von Mosel und Rhein, aus der sich Koblenz entwickelte.

Aber „zur Schottel“? In Spay wohnen wir im „Hotel zur Schottel“ in der Nähe der Schottel-Werft. Hä? Schottel? Woher kommen diese merkwürdigen Namen? Wiki klärt uns auf: Schottel kommt von Schotter und bei Spay lag früher ein von Felsen durchsetzter langgezogener Kiesrücken. Eine bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts gefährliche Untiefe des Rheins.

Bei eher trübem Wetter ging es los.

In einem dieser Häuser verbrachten wir die Nacht

Blick in die St. Josefs-Kapelle vor Lahneck

Die Burg Lahneck an der Mündung der Lahn in den Rhein

Das in den 1980gern sehr umstrittene wieder errichte Denmkmal von Wilhelm eins am Deutschen Eck

Wer genau hinsieht, erkennt es: Das Deutsche Eck

Herz-Jesu-Kirche in Koblenz

Florins-Kirche

Rheinpanorama mit kaum erkennbarer Marksburg

Rhens

Blick aus dem Hotelfenster – Der Rhein in Spay

Übrigens habe ich mir in Koblenz einen neuen Rucksack besorgt…

Tag 42: Nach 675 km erreichen wir den Rhein (jedenfalls fast)

Die letzte Lahnetappe absolviert! Mit 15,8 km eine der kürzeren Etappen, die allerdings einen letzten Aufstieg erforderte, der es in sich hatte. Nun haben wir nach 675 km den Rhein erreicht und sind die letzten Meter zum Waldhaus in Lahnstein bereits auf dem Rheinsteig gewandert.

Die letzten Meter zum Hotel Waldhaus mit Wohnungen in kleinen Blockhäusern ging es über den Rheinsteig

Los gings in Dausenau, immer entlang der Lahn bis Friederichssegen, wo der Aufstieg nach „Lahnstein auf der Höhe“ von 80 auf 250 m begann.

Dausenau gestern am Nachmittag. Heute zeigte sich die Lahn eher verhüllt

Das Lahntal versteckte die Höhen im Nebel

Tiefhängende Wolken vor Bad Ems

Bad Ems

Industriedenkmal Nieverner Hütte. Die Nieverner Hütte ist eine ehemalige Eisenhütte auf der heute zu Fachbach an der Lahn gehörenden Insel Oberau (ehemals Nievern).

Lahn vor Friederichssegen

Blick von der Lahnhöhe auf Friederichssegen, wo an der Brücke der Aufstieg begann

Auf dem Rheinsteig

Moni mit Schlüssel unserer heutigen Unterkunft

Tag 41: Emser Depesche (nicht nur nach Berlin)

Diese Depesche wird weder einen Krieg noch eine diplomatische Krise auslösen wie die gleichnamige Depesche vom 13. Juli 1870 der Regierung des Norddeutschen Bundes an den Kanzler des Bundes Otto von Bismarck (dem Erfinder des gleichnamigen Herings) von Bad Ems nach Berlin.

Der Inhalt unserer Depesche lautet: Love & Peace und Spaghetti- Eis forever!

Bad Ems am Morgen des 15. Juli 2020. Unsere Depesche aus Bad Ems.

Appetit auf den Lahnwanderweg bei einem Einkaufsausflug von Dausenau nach Bad Ems geholt.

Das Kurviertel Bad Ems

Eingang zum Römerbrunnen

Römerbrunnen

Russisch-orthodoxe Kirche St. Alexandra

Das ‚Was weiß ich’in Bad Ems

St. Martin

St. Martin

Am „Alten Rathaus“ befindet sich ein Glockenspiel (eingerichtet 2006). Das Glockenspiel ertönt täglich um 11.00, 15.00 und 17.00 Uhr. Für uns spielte es „Kein schöner Land in dieser Zeit“. Passt!

Moni lehnte es ab, hier unsere Reisekasse aufzufüllen…

Tag 40: Mit Goethe auf dem Lahnwanderweg

Heute wollten wir es wirklich wissen. In Laurenburg auf den Lahnwanderweg aufgestiegen. 18,9 km nach Dausenau gelaufen. Einige Höhenmeter aufgestiegen – meine Apps stehen noch in Verhandlungen darüber, wieviele es genau waren (700 oder knapp 1000?). Gesehen welchen Platz sich der junge Goethe zum Sterben wünschte (lest, was Moni dazu meint, weiter unten). Und einige Male von oben auf die Lahn geblickt.

Übernachtet im Hotel „Zum Lahntal“. Unser Blick vom Balkon.

Obernhof in der Frühe – Blick vom Lahnwanderweg

Burg Laurenburg – Auch sehr früh!

Fast oben bei Dörnberg

Lahnbögen von der „Liebeslay“

Der Goethepunkt auf dem Lahnwanderweg bietet dieses Lahnpanorama

(Moni) Goethe.. DER schon wieder. 🙄
Also mit 23 war young Goethe auf der Poststraße- aus Wetzlar kommend-unterwegs und unglücklich verliebt. Charlotte Buff hatte ihn nicht erhört. So wanderte er schwer angeschlagen zu seinem Goethepunkt, (nicht zu verwechseln mit dem G-Punkt) wo er sich seufzend niederließ und meinte, dass dies ein prima Platz zum Sterben wäre. Natürlich lauerte im Gebüsch einer seiner 2000 Biographen, griff flugs zur Feder und hielt diesen Ausspruch des Jünglings für uns- die Nachwelt-fest.
Was wäre wohl aus uns ohne dieses Wissen um Goethes damaligen Gemütszustand geworden???
Der Busch-Biograph blieb übrigens sowohl anonym, als auch unbekannt.
Sachen gibts!

Kloster Arnstein

Obernhof mit Kloster Arnstein

Der Hexenturm in Nassau

Rathaus in Nassau – Steht zum Verkauf, hörten wir 😁

Dausenau

Tag 39: An der Lahn entlang nach Laurenburg

Wir hatten es vor, Jörg! Wir wollten auf die heutige Etappe auf dem Lahnhöhenweg gehen! Es wurde nichts, da wir in Diez den Lahnradweg entdeckten und ihm 21,8 km nach Laurenburg folgten. Und wir haben es nicht bereut! Im Gegenteil. Bis auf ein kleines, kaum befahrenes Straßenstück bei Geilnau war es eine wunderschöne Lahntal- Wanderung.

Auen und Waldpassagen wechselten sich ab, gekrönt von tollen Blicken auf die träge dahinfließende Lahn, auf der das eine oder andere Böötchen entlangschipperte.

Diezer Altstadt am Morgen

Es geht über die Lahn. Hinaus aus Diez.

Das Diezer Schloss im Morgenschatten

Die Lahn kurz hinter Diez

Ruine? Steinbruch? Wir konnten uns nicht entscheiden.

Lahnwiesen

Der Radweg, der später zu einem Wanderpfad mutierte

Die Lahnbahn kreuzt den Fluss einige male

Und nicht nur die Bahn kreuzt den Fluss

Unser Weg bei Balduinstein

Balduinstein

Wie schon bemerkt. Der Weg mutierte zum Pfad

Denn die einen sind im Dunkeln
Und die andern sind im Licht.
Und man siehet die im Lichte
Die im Dunkeln sieht man nicht.
(Bertolt Brecht, Die Moritat von Mackie Messer)

Hütte kurz vor Laurenburg. Hier wären wir vorbeigekommen, wenn….

Tag 38: Von „Hollesse“ zum „Wilhelm von Nassau“

Ein kryptischer Titel? Die Erklärung ist einfach: Die heutigen 12,8 km führten uns von Lindenholzhausen – für die Limburger „Säcker“ eben „Hollesse“ – über Limburg zu unserem Hotel in Dietz an der Lahn, dem „Wilhelm von Nassau“. Und gleichzeitig nach Rheinland-Pfalz, dem fünften und letzten Bundesland auf unerer Deutschland-Tour!

Lahn unterhalb des Domes

Burg (oder auch Schloss) auf dem Domberg

Der Limburger Dom, mal aus. einer anderen Perspektive

Mosaik unter der alten Lahnbrücke

In Rheinland-Pfalz. Dem fünften und letzten Bundesland auf unserer Wanderung

Die JVA in Diez. Hier saß u. a. der Ausbrecherkönig Freese

Tag 37: Mit Jörg Thamer von „Outdoorsüchtig. de“ in Limburg

Heute auf der absolut kürzesten Etappe (7 1/2 km von Villmar nach Lindenholzhausen bei Limburg) unterwegs zu einem Treffen mit Jörg Thamer (vielen bekannt duch seinen Blog „Outdoorsüchtig.de„), um seine Ortskenntnis für einen Stadtrundgang in Limburg anzuzapfen. Dank an Jörg 😁.

Staustufe in Villmar

Steinsäge zur Bearbeitung des Lahnmarmor

Die „Klickermühle“ das Wasserkraftwerk der Nassauischen Marmorwerke in Villmar. Es leifert heute Strom für das öffentliche Netz

Auf dem Weg von Villmar nach Limburg- Lindenholzhausen

Mit Jörg in Limburg

Limburger Dom

Torhaus an der alten Lahnbrücke

Römer 346 – Das älteste freistehende Fachwerkhaus Deutschlands

Unbekannte Plastik in Limburg

Tag 36: Ruhetag in Villmar – Auf den Spuren des Lahnmarmor

Ruhetag in Villmar. Obwohl man/frau von Ruhetag nicht sprechen kann, gleicht doch bereits das Einkaufen einer kleinen Bergwanderung. Villmar liegt an einem steilen Hang, die einzige Einkaufsmöglichkeit im Ort ist gleichzeitig der höchste Punkt, unsere Unterkunft liegt fast ebenso hoch, leider nicht nebeneinander.

Und wir wollen ja auch etwas über den Lahnmarmor erfahren, für den Villmar bekannt ist. Wir besuchen daher das Naturdenkmal Unica-Bruch auf der anderen Lahnseite. Der Unica-Bruch in Villmar ist der einzige von über einhundert ehemals betriebenen Lahnsteinbrüchen, der zugänglich ist (Dank an Jörg Thamer für den Tipp). Lest auch, was Moni im Marmor findet.

Der Unica-Bruch in Villmar. Ein Naturdenkmal.

Moni studiert den Lahnmarmor

Ihr seht hier ein Stromatoporen-Riff (wat et aal gift😳!!!) 380 Mio. Jahre alt.

Laut Wiki sind:Stromatoporen „…eine ausgestorbene Gruppe sessiler koloniebildender Meerestiere.“ D.h. sie können sich nicht wegbewegen und haben das Riff damals mit/gebildet.

Ich finde sie wunderschön und bin begeistert von ihrem mannigfaltigen Erscheinungsbild:

Gut gelaunter Vorgänger des Löffelhais (noch mit den typischen 2 Füßen) frisst Ei seines Rivalen.

Ruhender Zackenzahn. Wird später seinen Friseur verklagen.

Typischer Fall von Mimikry: dieser Schwamm verwandelt sich gerade in einen Ganoven mit Schlägermütze. Das verschafft ihm eindeutige Vorteile bei der Partnerwahl.

Auf diesen urzeitlichen Geschnäbelten Beulenwurm prasselt gerade einiges hernieder. Er nutzt daher seine angeborene Fähigkeit sich einfach aufzulösen und damit so ziemlich jeder Gefahr zu entkommen.

Tag 35: Im lieblichen Lahntal von Leun nach Villmar

„Die“ Entdeckung auf unserer heutigen Tour von Leun nach Villmar (28 km, 490 Höhenmeter) war sicherlich die „Lahnalm Löhnberg“. Moni wird weiter unten darüber berichten.

Weitere Highlights waren  – neben dem lieblichen Lahntal selbst – die Stationen Weilburg mit Schloss plus Schlosskirche sowie dem Schiffstunnel unter der Stadt hindurch und Villmar mit der Brücke aus Lahnmarmor.

Lahnauen hinter Leun mit Blick auf Stockhausen

Erst mal ein paar Höhenmeter machen. Aufstieg auf die Lahnhöhen hinter Tiefenbach

In Löhnberg- Selters geht es hinab auf den Treidelpfad. Ein wunderschöner Weg!

Treidelpfad hinter Selters

Löhnberger Lahnbrücke

Bei dieser Aufnahme entdeckten wir die „Lahnalm Löhnberg“

Das Projekt „Löhnberger Lahnalm“

Moni über eine Überraschung am Wegesrand
Tolle Sache, das: Heute auf unserem Weg von Leun nach Weilburg, auf dem Rad/Fußweg, wunderschön und immer an den Lahnauen entlang, kommen wir auch an der Löhneberger Lahnbrücke vorbei.
Herbert sieht prompt irgendwo im Berg darüber eine Kirche, zusammen ein schönes Fotomotiv. Also Kamera gezückt und den besten Blickwinkel gesucht. Gar nicht so einfach, immer is was im Weg- hier waren es die Bäume. Also wird diese seltsame Hütte suchend umrundet. Ein Aushang weist auf tägliche Öffnungszeiten von 8.00 bis 22.00 hin. Wie bitte? Ist doch alles zu, und es sieht auch ein wenig nach Baustelle aus.

Ich warte am Wegrand, da ruft mich Herbert, um mir seine weitere Entdeckung zu zeigen: Die Hütte hat (an der Seite zur Lahn hin) neben der Eingangstür eine Notiz mit dem Code für ein Zahlenschloss zum Öffnen der Tür angebracht. Ungläubig wählen wir die Nummern- und-Sesam öffnet sich. Wir betreten staunend und zusehends ungläubig eine pefekt eingerichtete und ausgestattete Hütte. Ein schöner Kaminofen im ersten, großen Zimmer, eine Couch, Tisch und Stühle alles pickobello sauber und gemütlich, stehen zur freien Verfüging. Wir öffnen Schränke und Schubladen und finden überall sinnvolle Dinge um einen Aufenthalt sehr angenehm gestalten zu können. (Essig und Öl, Gewürze, Besteck, Kochgelegenheit, ein gefüllter Kühlschrank, Gefriertruhe mit Magnum-Mandel😋- und und und) Man muss nix, aber auch gar nix mitbringen um hier auch (bald) übernachten zu können.

Bedient man sich der vorhandenen Lebensmittel, so bittet eine Preisliste den entsprechenden Betrag in einen kleinen, verankerten Tresor zu werfen.
Ich kann ja soviel Vertrauensvorschuss kaum fassen. Es gibt eine Toilette, Decken und Ersatzjacken- alles sauber und gepflegt. Eine Treppe führt unters Dach und hier entstehen gerade 8 Schlafplätze. Was sonst noch entstehen soll könnt ihr im nachfolgenden Beiblatt lesen. Ich bin sicher, ich bin nicht die Einzige, die über eine solch geniale Idee erstaunt und erfreut ist.
PS Wir konnten im Netz nichts in Erfahrung bringen- weder über diese „Lahnalm Löhneberg“, noch über die beiden Unterzeichner und mutmaßlichen Verantwortlichen von det Janzen. Vielleicht findet eine/r von euch was raus?

Die Lahnalm Löhnberg

Im innern der „Alm“

Lest selbst 😉

Erster Blick auf Weilburg

Erwarten wohl, gefüttert zu werden. Gab aber nix!

Weilburger Schloss

Lahnmarmorbrücke mit Standbild des Heiligen Nepomuk

Statue des Johannes von Nepomuk (Heiliger Schutzpatron der Brücken)

Blick auf Villmar

Tag 34: An der Lahn. Und eine Premiere: Unser erster Regentag nach 4 1/2 Wochen!

Der erste Regen nach 4 1/2 Wochen Wanderung quer durch Deutschland begleitete uns auf den 19 km von Wetzlar nach Leun an der Lahn. Wir sind wirklich im Lahntal angekommen und streben nun Rheinland-Pfalz – dem letzten Bundesland unserer Tour – zu.

Ab Limburg haben wir keine Unterkunft mehr vorab gebucht und können die letztem ca. 100 km freier gestalten, als das bisher der Fall war. Darauf freuen wir uns und hoffen, dass das Wetter mitspielt, um auch mal unter dem Sternenhimmel zu schlafen.

Ebenso freuen wir uns auf ein Treffen mit Jörg von „Outdoorsüchtig“, das wir in ein paar Tagen haben werden.

„Bleistiftturm“ in der Näher der schrecklichsten Jugendherberge ever

Lahnbrücke in Wetzlar mit Wetzlarer Dom

Auf dem Weg nach Oberbiel über die Lahnhöhen

Blick auf die Kirche in Niederbiel

Lahnauen zwischen Niederbiel und Leun

Erster direkter Kontakt mit der Lahn bei Leun

Wildes Lahnufer

Lahnindianer

Auf dem Weg zum Dorotheenhof in Leun

Dorotheenhof in Leun

[Update] Unsere Unterkunft ist auf den ersten Blick sehr schön und stilvoll, letztendlich aber nicht durchdacht. Zu hellhörig, eher als Wohnung für eine WG geeignet und nicht als eine Pension mit ungestörter Nachtruhe! Also eher etwas für junge Backpacker, dafür ists allerdings wieder zu teuer!

Drum herum gibts allerdings eine interessante Geschichte. Wen es interessiert: Hier bitte der Link